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News 2017

Noch kein TASSO-Suchhelfer?

TASSO-Newsletter

 

Mehr als 20.000 TASSO-Suchhelfer bringen uns voran

 

Die Suchmeldung zu Hund Buddy ist rund um seinen Wohnort Karlsruhe an 347 ehrenamtliche Suchhelfer gesendet worden. Diese haben sie fleißig geteilt. Nur drei Tage später konnte ein überglücklicher Hundehalter seinen vierbeinigen Liebling im Tierheim abholen. Seit dieser Woche sind es mehr als 20.000 ehrenamtliche Suchhelfer, die TASSO dabei unterstützen, Mensch und Tier wieder zusammenzubringen, so wie Buddy und sein Herrchen. „Das ist eine wunderbare Zahl, über die wir uns hier bei den Tierzurückbringern sehr freuen. Ich möchte mich herzlich bei jedem einzelnen Suchhelfer bedanken. Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht so erfolgreich“, freut sich TASSO-Leiter Philip McCreight. „Sie sind ein wichtiges Element im TASSO-Universum.“

Mehr als 12 Millionen Suchmeldungs-Mails hat TASSO seit Beginn des Suchhelfer-Projekts im Juli 2014 bereits per E-Mail versendet. Die Meldungen bezogen sich auf etwa 145.000 entlaufene Hunde, Katzen, Vögel, Frettchen, Kaninchen, Nager und Schildkröten, auf deren Verschwinden so aufmerksam gemacht worden ist. Ein großer Teil dieser Tiere ist zwischenzeitlich – nicht zuletzt dank dieser besonderen „Bühne“ – wieder bei seiner Familie.

Zurzeit gehen täglich etwa 120 Suchmeldungen an unsere Suchhelfer, um weiter verbreitet zu werden. Silvester, wenn durch das traditionelle Feuerwerk besonders viele Tiere entlaufen, sind es sogar mehr als 300 tägliche Meldungen. Diese können in sozialen Netzwerken geteilt oder per E-Mail weiterverbreitet werden. Oder die Suchhelfer drucken die Meldungen als Suchplakat aus und hängen sie zum Beispiel im Tierheim oder bei Tierärzten auf. Und natürlich halten viele unserer Suchhelfer selbst die Augen offen und greifen ein, wenn sie ein vermisstes Tier finden.

Sind Sie schon dabei? Erzählen Sie uns von Ihrer Motivation und Ihren Erfolgsgeschichten. Was treibt Sie an? Welche Tiere haben Sie schon nach Hause zurückgebracht? Schreiben Sie uns Ihre persönliche Geschichte per E-Mail an presse@tasso.net. Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen, von denen wir gerne einige ausgewählte Berichte auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen möchten.

Noch kein TASSO-Suchhelfer? Kein Problem! Melden Sie sich hier an, teilen Sie uns mit, welche Suchmeldungen Sie in welchem Umkreis erhalten möchten, und werden auch Sie ein Held für vermisste Tiere: www.tasso.net/suchhelfer

 

 

 

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Herbstzeit ist Igelzeit 

So helfen Sie Igeln über den Winter

TASSO-Newsletter aus Oktobr 2017

 

Stachelige Gartenbewohner –
So helfen Sie Igeln richtig über den Winter

 

Es raschelt im Laubhaufen, dann erscheint ein kleines braunes Wesen und huscht schnell ins Gemüsebeet. Es ist Herbstzeit und in unseren heimischen Gärten sind wieder fleißig die Igel auf Futtersuche. Damit ein Igel in den Winterschlaf gehen kann, muss er sich zunächst ein gründliches Fettpolster anfressen. Das schaffen die stacheligen Tierchen in der Regel alleine, ohne dass wir Menschen eingreifen müssen. Mit einigen kleinen Taten können wir ihnen das Leben jedoch ein wenig erleichtern.

Laubnest für den Winter

Ein erster Schritt wäre es, den Garten für Igel zugänglich zu machen. Durch kleine Nischen in den Zäunen kommen die Tiere sicher in den Garten und können dort ausgiebig nach Futter suchen. Ebenfalls hilft es, wenn Menschen jetzt auf den Einsatz von Laubsaugern verzichten, da damit auch die Futtertiere der Igel aufgesaugt werden. Seien Sie auch vorsichtig beim Laub zusammenfegen und richten Sie gemütliche Laubhaufen in einer geschützten Ecke im Garten ein. Dort oder im Komposthaufen können sich die Stacheltiere zurückziehen und ihr Winternest bauen, in dem sie schlafen, bis das Frühjahr sie weckt.

Etwas Vorsicht ist bei Begegnungen zwischen Haustieren und Igeln geboten. Denn Igel sind häufig mit Flöhen befallen. Die  Expertenkommission für Parasitenbehandlungen bei Haustieren ESCCAP empfiehlt daher, falls es zu einem Kontakt gekommen ist, die Tiere danach anschließend umgehend auf Flohbefall zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. „Weiterhin können Igel auch Magendarmparasiten haben, die auf Haustiere übertragen werden können“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Haustier und Igel zuliebe sollte daher kein direkter Kontakt stattfinden.

Zusätzliches Futter brauchen gesunde Igel nur selten. Sie finden in der Regel genug in unseren Gärten. Damit die Tiere den Winter sicher überstehen, sollten Igeljunge etwa ein halbes Kilo wiegen, bevor der Frost einsetzt. Auch die Erwachsenen brauchen entsprechende Energiereserven, um gut überwintern zu können. Kommt der Frost sehr früh, können Tierfreunde Igel unterstützen und etwas zufüttern. Dafür bietet der Fachhandel spezielles Igelfutter an. „Zusätzlich kann Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch angeboten werden. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser bereitgestellt werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt Dr. Anette Fach.

Igel sind keine Haustiere

Igel benötigen nur selten menschliche Hilfe. Wenn sie einen kläglichen Eindruck machen, sollten Tierfreunde sie zunächst eine Weile beobachten, bevor sie eingreifen. Da die Tiere besonders geschützt sind, dürfen nur wirklich hilfsbedürftige Igel mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de) oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt. Auf Unterstützung angewiesen sind die Tiere dann, wenn sie eindeutig verletzt, auffallend dünn sind, apathisch wirken und sich bei Kontakt nicht sofort zusammenrollen. Keinesfalls sollte ein Igel als Haustier gehalten oder als Spielgefährte für Kinder herhalten müssen.

 

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Stachelige Gartenbewohner –
So helfen Sie Igeln richtig über den Winter

 

Es raschelt im Laubhaufen, dann erscheint ein kleines braunes Wesen und huscht schnell ins Gemüsebeet. Es ist Herbstzeit und in unseren heimischen Gärten sind wieder fleißig die Igel auf Futtersuche. Damit ein Igel in den Winterschlaf gehen kann, muss er sich zunächst ein gründliches Fettpolster anfressen. Das schaffen die stacheligen Tierchen in der Regel alleine, ohne dass wir Menschen eingreifen müssen. Mit einigen kleinen Taten können wir ihnen das Leben jedoch ein wenig erleichtern.

Laubnest für den Winter

Ein erster Schritt wäre es, den Garten für Igel zugänglich zu machen. Durch kleine Nischen in den Zäunen kommen die Tiere sicher in den Garten und können dort ausgiebig nach Futter suchen. Ebenfalls hilft es, wenn Menschen jetzt auf den Einsatz von Laubsaugern verzichten, da damit auch die Futtertiere der Igel aufgesaugt werden. Seien Sie auch vorsichtig beim Laub zusammenfegen und richten Sie gemütliche Laubhaufen in einer geschützten Ecke im Garten ein. Dort oder im Komposthaufen können sich die Stacheltiere zurückziehen und ihr Winternest bauen, in dem sie schlafen, bis das Frühjahr sie weckt.

Etwas Vorsicht ist bei Begegnungen zwischen Haustieren und Igeln geboten. Denn Igel sind häufig mit Flöhen befallen. Die  Expertenkommission für Parasitenbehandlungen bei Haustieren ESCCAP empfiehlt daher, falls es zu einem Kontakt gekommen ist, die Tiere danach anschließend umgehend auf Flohbefall zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln. „Weiterhin können Igel auch Magendarmparasiten haben, die auf Haustiere übertragen werden können“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Anette Fach. Haustier und Igel zuliebe sollte daher kein direkter Kontakt stattfinden.

Zusätzliches Futter brauchen gesunde Igel nur selten. Sie finden in der Regel genug in unseren Gärten. Damit die Tiere den Winter sicher überstehen, sollten Igeljunge etwa ein halbes Kilo wiegen, bevor der Frost einsetzt. Auch die Erwachsenen brauchen entsprechende Energiereserven, um gut überwintern zu können. Kommt der Frost sehr früh, können Tierfreunde Igel unterstützen und etwas zufüttern. Dafür bietet der Fachhandel spezielles Igelfutter an. „Zusätzlich kann Katzenfeuchtfutter mit Haferflocken vermischt oder ungewürztes gegartes Rührei und Hackfleisch angeboten werden. Zum Trinken sollte den Tieren frisches Wasser bereitgestellt werden, aber keine Milch, denn die vertragen sie nicht“, empfiehlt Dr. Anette Fach.

Igel sind keine Haustiere

Igel benötigen nur selten menschliche Hilfe. Wenn sie einen kläglichen Eindruck machen, sollten Tierfreunde sie zunächst eine Weile beobachten, bevor sie eingreifen. Da die Tiere besonders geschützt sind, dürfen nur wirklich hilfsbedürftige Igel mitgenommen, gesund gepflegt, sachgemäß aufgezogen und im Frühjahr wieder ausgewildert werden. Hierfür sollte sich der Finder in jedem Fall fachmännische Hilfe holen. Diese findet er bei einer Igelstation (beispielsweise unter www.pro-igel.de) oder alternativ auch beim nächstgelegenen Tierheim oder Tierarzt. Auf Unterstützung angewiesen sind die Tiere dann, wenn sie eindeutig verletzt, auffallend dünn sind, apathisch wirken und sich bei Kontakt nicht sofort zusammenrollen. Keinesfalls sollte ein Igel als Haustier gehalten oder als Spielgefährte für Kinder herhalten müssen.

 

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TASSO Newsletter div im Juli 2017 -  Copyright liegt einzig und allein bei TASSO-

Graue Schnauze und behäbiger Gang –
Was brauchen unsere tierischen Senioren?

 

Graue Haare, erste Fettpölsterchen und ein schwerfälligerer Gang. Auch unsere vierbeinigen Freunde werden älter. Im Idealfall begleiten sie uns schon ihr Leben lang und dürfen bis zum Ende bei uns sein. Manche finden aber auch erst später ein liebevolles Zuhause in einer Familie. Unabhängig davon wünschen sich alle Halter dasselbe für ihren Begleiter: Er soll in allen Lebensphasen glücklich sein und in Würde altern. Aber ebenso wie bei uns verändern sich die Bedürfnisse unserer Lieblinge im Laufe ihres Lebens.

Ab wann sind unsere tierischen Begleiter alt? Wann müssen wir verstärkt Rücksicht auf sie nehmen und was benötigen sie dann? „Die Rechnung, dass ein Hunde- und Katzenlebensjahr in etwa sieben Menschenjahren entspricht, ist nicht korrekt“, weiß die für TASSO tätige Tierärztin Dr. Bettina Schmidt. So sind die Tiere zwar schon mit etwa einem Jahr im Teenageralter und somit schneller erwachsen. Danach läuft der Alterungsprozess jedoch langsamer. So gelten Katzen in der Regel ab zwölf Jahren als „alt“, dennoch können sie noch viele Jahre gesund weiterleben. Bei Hunden gilt, dass große Tiere oft schneller altern als kleine. Andererseits können selbstverständlich auch große Vierbeiner gesund alt werden. Pauschal lässt sich also nicht sagen, ab wann ein Tier besondere Fürsorge benötigt. Es liegt an uns Haltern, darauf zu achten, wie sie sich entwickeln. Natürlich sollte im Zweifelsfall immer der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.

Nicht nur alleine das Alter sagt etwas über die Bedürfnisse von Hunden und Katzen aus. Schließlich sind sie auch in ihrer Jugend schon oft sehr verschieden. Der eine spielt für sein Leben gerne, die andere hat schon immer am liebsten geschmust. In der Regel schlafen jedoch die meisten Tiere im Alter mehr als in jungen Jahren. Und sie freuen sich darüber, wenn ihre Lieblingsplätze leicht zugänglich sind. Weniger Beweglichkeit oder Arthrose führen dazu, dass nicht mehr all das möglich ist, was viele Jahre lang geliebte Gewohnheit war. Auch die Sinnesorgane können im Alter nachlassen. Eine Katze, die ihr eigenes Maunzen nicht mehr so laut hört wie früher, wird beispielsweise vermutlich lauter miauen. Ein Hund, der nicht mehr so gut sehen kann, wird gewohnte Spazierwege genießen. Und auch die Ernährung unserer Haustiere sollte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Starkes Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es die Gelenke und den Kreislauf zusätzlich unnötig belastet und das Diabetes-Risiko steigt. „Bei Katzen ist zudem gerade im Alter besonders darauf zu achten, dass sie genug Wasser zu sich nehmen, damit sie keine Nierenprobleme bekommen. Dies erreicht man am besten über ein hochwertiges Nassfutter“, rät Tierärztin Dr. Bettina Schmidt.

Grundsätzlich sollten die Halter älterer Tiere auf Veränderungen bei ihren tierischen Lieblingen achten und sich regelmäßig mit dem Tierarzt besprechen. Ein Vorsorge-Check Up mit einer Blutuntersuchung kann dabei helfen, eine Alterserkrankung frühzeitig zu erkennen.

Wer rastet, der rostet

Doch Vorsicht: Nur weil ein Haustier älter geworden ist, möchte es nicht automatisch nur noch auf der faulen Haut liegen. Ebenso wie Ruheständler haben die Tiere noch jede Menge Lust, etwas zu erleben. Es muss nur eben nicht immer so wild zugehen wie in der Jugend. Auch in einem gemütlichen Tempo können Hunde beim Spaziergang noch viel entdecken. Wichtig ist, dass die Tiere in Bewegung bleiben und weiter ihren Bedürfnissen entsprechend ausgelastet und gefordert werden.

Respektieren Sie es, wenn Ihre Katze mehr Ruhe sucht und lassen Sie Ihren Hund gewähren, wenn er nicht mehr ganz so lange spazieren gehen mag. Das Wichtigste aber ist: Seien Sie an der Seite Ihres Tieres. In Gesundheit und Krankheit, unsere tierischen Lieblinge haben es verdient.

 

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TASSO-Newsletter im Juli 2017

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Der Personaler im Backofen –
TASSO präsentiert neuen Kampagnen-Film

 

Seit vielen Jahren warnt TASSO mit der Kampagne „Hund im Backofen“ davor, Hunde an warmen Tagen im Auto zurückzulassen. Wir sprechen von schnell steigenden Temperaturen, erklären, dass Hunde ihren Wärmehaushalt nur durch das Hecheln regulieren können und geben Tipps, wie im Auto zurückgelassenen Hunden geholfen werden kann, wenn sie befreit wurden.

Aber wie genau fühlt es sich eigentlich an, im heißen Auto alleine darauf zu warten, dass der Fahrer wiederkommt und die Klimaanlage endlich wieder kühlt? Das wollten wir genau wissen und haben daher unseren Personalleiter Dennis Schiffer zu einem Experiment überredet. Wir haben ihn kurzerhand an einem noch gar nicht so warmen Tag eine Zeitlang im Auto zurückgelassen. Begleitet von unserer Kamera erlebte Dennis mehr als unangenehme Minuten im „Backofen“. Ergänzt haben wir dieses filmische Experiment durch die Expertenmeinung der für TASSO tätigen Tierärztin Dr. Anette Fach. Daraus entstanden ist der TASSO-„Hund im Backofen“-Film, den wir Ihnen heute präsentieren möchten.

Klicken Sie rein und begleiten Sie Dennis Schiffer sowie einen Schokoladenosterhasen auf ihrem Leidensweg im heißen Auto. Soviel sei vorab schon mal verraten: Unser Personalleiter hat das Projekt besser überstanden als das letzte Überbleibsel aus unserem Osterkörbchen.

Den Film finden Sie hier: www.tasso.net/hund-im-backofen

 

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Dies ist ein ganz wichtiger Artikel.  Das COPYRIGHT liegt allein bei den Arag Experten

 

Tiere retten: Darf man bei Hitze eine Autoscheibe einschlagen?

ARAG Experten warnen vor dem Auto als Hitzefalle für Hunde

 Scheint draußen die Sonne, erhitzt sich das Innere eines in der Sonne abgestellten Fahrzeuges schnell auf Temperaturen von bis zu 70 Grad. Eine tödliche Hitzefalle für Tiere, die im Auto zurückgelassen werden, weil ihr Besitzer mal eben einen Kaffee trinken oder zum Shoppen geht. Passanten, die einen solchen Notfall miterleben, würden – wenn es sich um einen Säugling handelt – keine Minute zögern, die Scheibe des Fahrzeugs einzuschlagen. Doch darf man ein Auto beschädigen, wenn ein Tier in Gefahr ist? ARAG Experten beantworten die rechtlichen Fragen.

Rechtlich auf der sicheren Seite
Auch wenn sich die Frage aus moralischen Gründen gar nicht stellen sollte: Jeder, der ein Tier vor dem drohenden Hitzetod rettet, ist rechtlich auf der sicheren Seite. Nicht nur das Strafgesetzbuch (StGB, § 34) rechtfertigt, eine Gefahr auf „Leben, Leib, Freiheit, Ehre, Eigentum oder ein anderes Rechtsgut“ mit angemessenen Mitteln abzuwehren. Darunter fallen auch Tiere.

Einschlagen der Autoscheibe legal?
Auch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) steht dem Tierretter mit dem Notstandsparagrafen (§ 228) zur Seite: „Wer eine fremde Sache beschädigt oder zerstört, um eine durch sie drohende Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, handelt nicht widerrechtlich […].“

So gehen Sie vor
ARAG Experten erläutern, wie Sie in einem Notfall vorgehen sollten:
1.Versuchen Sie den Tierhalter ausfindig zu machen, indem Sie in umliegenden Geschäften nachfragen.
2.Halten Sie Ihr Handeln in Bildern fest oder suchen sich vor dem Einschlagen der Scheibe Zeugen.
3.Bieten Sie dem überhitzten Tier nach der Befreiung Wasser an. Ist es gar bewusstlos, benachrichtigen Sie die Tierrettung.
4.Halten Sie bis zu deren Eintreffen das Tier in Seitenlage und kühlen, wenn möglich, den Körper, angefangen bei den Beinen.

Darf ich meinen Hund im Auto lassen? Die Rechtslage
Egal, bei welcher Temperatur, ist es keine gute Idee, seinen Vierbeiner alleine im Auto zu lassen. Denn allzu schnell verstößt man gegen das Tierschutzgesetz; ein Auto ist schließlich kein Hundezwinger. Ein Hundehalter, der seinen Weimeraner während seiner Arbeitszeit in seinem abgestellten Auto „parkte“, hatte vom Veterinäramt eine Untersagungsverfügung mit der Androhung eines Zwangsgeldes von 400 Euro erhalten. Dagegen klagte er – und verlor den Prozess (VG Stuttgart, Az.: 4 K 2755/14), weil er gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzhundehaltungsverordnung verstoßen hat.

Müssen Hundebesitzer Bußgeld zahlen, wenn sie ihren Hund im Auto gelassen haben?
Das Tierschutzgesetz (TierSchG) ist eindeutig: Laut § 18 handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig einem Wirbeltier, das er hält, betreut oder zu betreuen hat, ohne vernünftigen Grund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt. Geschieht das mit Absicht, kann laut § 17 sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verhängt oder eine Geldstrafe fällig werden. Möglicherweise wird die Hundehaltung für eine gewisse Zeit oder immer verboten.

Wenn die Polizei kommen muss…
Werden Polizei oder Feuerwehr gerufen, um ein Tier aus einem überhitzten Auto zu retten, können die dadurch entstandenen Kosten dem Hundebesitzer auferlegt werden (OVG Rheinland-Pfalz, Az.: 12 A 10619/05).

Download des Textes und verwandte Themen:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 4.000 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,8 Milliarden EUR.

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Tierfreundliches Dänemark???????????

https://www.blick.ch/news/ausland/in-daenemark-drohte-der-kampfhuendin-der-tod-350000-italiener-retten-iceberg-id6919948.html 

Tierfreundlich reisen – Worauf sollte man achten?

 

TASSO-Newsletter

 © Copyright TASSO e.V. – Juni 2017 -

Tierfreundlich reisen – Worauf sollte man achten?

 

Ferne Länder, exotische Abenteuer und eine aufregende Zeit – das wünschen sich viele Urlauber, wenn sie auf Reisen gehen. Sie möchten Ungewöhnliches entdecken und in fremde Kulturen eintauchen. Leider begegnen Touristen auf ihren Reisen aber auch zahlreiche Angebote, die für Tiere großes Leid bedeuten. Doch worauf müssen wir bei unseren Urlauben achten? Was sollten wir meiden, wenn wir möglichst tierfreundlich reisen möchten? Petra Zipp, bei TASSO zuständig für den Auslandstierschutz, gibt in unserem Interview einige Tipps und Anregungen.

TASSO: Petra, tierschutzkonform reisen, was bedeutet das?

Petra Zipp: Das bedeutet für mich, dass man auf seiner Reise auf vermeintliche Attraktionen mit Tieren verzichtet, für die Tiere gequält werden und leiden müssen. Und sich bewusst dafür entscheidet, dass am Urlaubsort keine Tiere zur eigenen Erheiterung leiden sollten.

Ist das wirklich ein so großes Problem?

Ja, leider ist es immer noch gerade in ferneren Ländern üblich, Touristen mit tierischen Attraktionen zu locken. Vielerorts wird beispielsweise angeboten, dass Reisende auf Elefanten reiten oder wilde Tiere streicheln können. Ebenfalls üblich sind Shows mit Delfinen, Orcas, Affen, Elefanten und Großkatzen. Zum Teil werden die Tiere dafür einfach aus der Wildnis gefangen, unter tierschutzwidrigen Bedingung gehalten, mit gewaltsamen Methoden gefügig gemacht und dressiert. Zum Beispiel werden Elefanten „gezähmt“, indem sie gefesselt und so lange mit Stöcken geschlagen werden, bis ihr Widerstand gebrochen ist und sie sich ihrem Schicksal willenlos ergeben. Auch Stierkämpfe sind leider in einigen Ländern immer noch im Veranstaltungsprogramm zu finden. Und auch Kutschfahrten werden häufig gedankenlos auf Kosten der Pferde gebucht.

Hast Du einen Tipp, was jeder Einzelne tun kann?

Zunächst natürlich auf die entsprechenden Angebote verzichten. Erst, wenn die Anbieter merken, dass kein Interesse an ihren grausamen „Attraktionen“ besteht, wird sich etwas ändern. Darüber hinaus sollten sich Reisende schon bei der Buchung ihres Urlaubs informieren und am besten nur Reiseveranstalter auswählen, die solche Angebote nicht im Programm haben. Natürlich ist es wichtig, den Reiseveranstaltern das auch mitzuteilen. Wenn sie erfahren, dass gerade dieser Verzicht sie für Urlauber attraktiv macht, werden sie solche Angebote auch in Zukunft bewusst meiden. Am Urlaubsort sollten Touristen dann auch auf die Speisen achten, die ihnen angeboten werden. Das Fleisch der Tiere kommt häufig nicht aus tierschutzkonformer Haltung und nicht immer isst man wirklich das, was man erwartet. Beispielsweise ist gerade kürzlich erst bekannt geworden, dass ahnungslosen Touristen auf der Insel Bali teilweise Hundefleischspieße serviert werden, deklariert als Hühnchen. Am tierfreundlichsten wäre es natürlich, ganz auf Fleisch zu verzichten.
 
Macht ein Urlaub denn überhaupt noch Spaß und bietet Erholung, wenn auf so vieles verzichtet werden muss?

Natürlich! Gerade in fernen Ländern bietet die für uns fremde Kultur doch jede Menge zu entdecken und zu staunen. Eine atemberaubende Landschaft zu genießen geht auch, wenn man nicht auf dem Rücken eines Tieres hindurchreitet, das dafür brutal „gezähmt“ worden ist. Natur und Menschen haben so viel zu bieten, da muss man wirklich auf nichts verzichten. Und natürlich macht alles gleich noch mal so viel Spaß, wenn man weiß, dass kein Tier dafür leiden muss. Außerdem gibt es ja auch häufig die Gelegenheit, friedliche Begegnungen mit frei lebenden Tieren zu haben oder diese aus angemessener Distanz ohne  Störungen zu beobachten. Und wer unbedingt Kontakt zu Tieren haben möchte, kann sich auch bei seriösen Tierrettungs- oder Hilfsaktionen vor Ort engagieren. Sinnvoll ist es natürlich, sich bereits zu Hause gründlich über Einrichtungen vor Ort zu informieren, die man dann auch bei einem tierischen Notfall kontaktieren kann.

Vielen Dank für Deine Zeit, Petra. Wir hoffen, dass viele Menschen in diesem Sommer möglichst tierfreundlich verreisen.

 

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TASSO kritisiert Legendenmissbrauch durch Jäger am Hubertustag

 

Als ihm der Legende nach eines Tages während einer Jagd ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz im Geweih erschien, beschloss Hubertus von Lüttich, auch bekannt als der heilige Hubertus, der Jagd abzuschwören. Statt Tiere zu jagen, achtete er sie fortan als Geschöpfe Gottes. Ausgerechnet am Hubertustag, der jährlich am 3. November begangen wird, finden allerdings im ganzen Land sogenannte Hubertusjagden statt, bei denen unzählige Wildtiere getötet werden. Denn Hubertus von Lüttich gilt als Schutzpatron der Jäger. Obwohl er der Jagd abgeschworen hat, werden also alljährlich in seinem Namen Gesellschaftsjagden veranstaltet. Bei den am gleichen Tag stattfindenden Hubertusmessen werden Jäger von der Kirche gesegnet.

„Die Ernennung des heiligen Hubertus zum Schutzpatron der Jäger und das Töten von Tieren in seinem Namen ist eine perfide Verdrehung der Hubertuslegende. Dieser Legendenmissbrauch durch Jäger muss endlich ein Ende haben. Hubertusjagden und Hubertusmessen gehören abgeschafft“, kritisiert Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei der Tierschutzorganisation TASSO e.V. Für TASSO ist der Hubertustag daher vielmehr ein Anlass, erneut tiefgreifende Reformen im Jagdrecht einzufordern. „Die Jagdgesetzgebung muss den Belangen des Tier- und Naturschutzes angepasst werden und dem im Grundgesetz verankerten Staatsziel Tierschutz Rechnung tragen. Tierschutzwidrige Jagdpraktiken, wie beispielsweise die Fallenjagd, die Baujagd, die Beizjagd, die Jagdhundeausbildung an lebenden Füchsen und Enten sowie der Abschuss von Hunden und Katzen müssen umgehend verboten werden“, betont Mike Ruckelshaus abschließend.

 

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TASSO-Newsletter von Sept. 2016

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Auf der Flucht getrennt – TASSO bringt Hündin Jina und ihre Halterin wieder zusammen

 

Shohren Kheirnesaie ist überglücklich. Die junge Frau aus dem Iran kann es kaum fassen, dass sie ihre kleine Hündin Jina, die ihr vor mehr als einem halben Jahr weggenommen wurde, wieder in den Armen halten darf. Zu verdanken hat sie das einem Team aus engagierten Tierschützern, einigen Sponsoren, der Tierschutzorganisation TASSO e.V. sowie der großen TASSO-Facebook-Gemeinde.

Was war passiert?

Wegen der schwierigen Situation im Iran musste Shohren Kheirnesaie ihr Heimatland verlassen und sich auf den Weg nach Europa machen. Doch ihre kleine Hündin zurückzulassen kam für die junge Studentin nicht infrage. Trotz großer Strapazen schaffte sie es, Jina sicher nach Europa zu bringen. In Slowenien wurden Shohren Kheirnesaie und der kleine Malteser-Mix aber getrennt. Die Behörden zogen die acht Monate alte Hündin ein und brachten sie in Quarantäne. 1.500 Euro hätte Jinas Halterin aufbringen müssen, um ihre Hündin danach wiederzubekommen. Geld, das die geflüchtete junge Frau nicht hatte. Sie musste davon ausgehen, dass Jina eingeschläfert worden ist und reiste schließlich ohne die Hoffnung, ihren geliebten Hund jemals wiederzusehen, weiter.

Dass das Schlimmste passierte, verhinderte dann aber die in Slowenien aktive deutsche Tierschützerin Marta Gornik. Sie machte auch TASSO auf die Umstände aufmerksam. Zunächst kümmerten sich Freiwillige in Slowenien um Spenden, während TASSO versuchte, die Tiere nach Deutschland überstellen zu lassen, da die Situation in Novo Mesto unter anderem aufgrund der unbeheizten Zwinger im Winter problematisch war. Das zuständige deutsche Ministerium lehnte eine Überführung jedoch ab. Zwei Hunde waren bereits gestorben, das Überleben von neun weiteren Hunden stand auf dem Spiel. Im Februar schließlich gelang es, eine Vereinbarung auszuhandeln, nach der TASSO die Verantwortung für die Hunde übernimmt. Dank der finanziellen Unterstützung der karitativ sehr engagierten Saskia Greipl-Konstantinidis konnten die Rechnungen des Tierheims in Novo Mesto bezahlt werden. Einige Wochen später wurden die ersten Zusammenführungen möglich.

Wo ist Jinas Frauchen?

Im Fall Jina schien das allerdings aussichtslos. Als Jinas Quarantänezeit im Frühjahr vorbei war und sie ausreisen durfte, wusste niemand, wo ihr Frauchen ist. Denn Shohren Kheirnesaie, die davon ausgehen musste, dass ihr Liebling nicht mehr lebt, war weitergereist, und niemand wusste, wohin. Mit einem Suchbeitrag auf Facebook machte TASSO die Suche öffentlich und bat die mehr als 750.000 Facebook-Fans um Mithilfe. Dieser Beitrag wurde 27.000 Mal geteilt und erreichte so mehr als eineinhalb Millionen Menschen. Zahlreiche Hinweise gingen bei Petra Zipp, Leiterin Tierschutz Europa bei TASSO, ein. Darunter war auch der entscheidende Tipp. Shohren Kheirnesaie sollte in Salzburg sein. Das passte zu dem, was Petra Zipp in der Zwischenzeit herausgefunden hatte. Es folgten viele E-Mails und Telefonate. Eine große Hilfe war Schirin Lavassani, eine Perserin, die in Salzburg keine zehn Kilometer von dem Aufenthaltsort der Halterin lebt. Sie hatte Shohren Kheirnesaie auf Facebook geschrieben und konnte der fassungslosen und völlig überwältigten Frau in ihrer Landessprache erklären, dass Jina noch lebt.

Am vergangenen Wochenende kam es dann zur großen Wiedervereinigung zwischen Jina, Shohren Kheirnesaie und ihrem Verlobten. „Shohren war überglücklich, ihre Jina zurück zu haben“, erzählt Petra Zipp, die für TASSO vor Ort war. „Sie konnte es gar nicht fassen, weinte vor Glück und bedankte sich überschwänglich bei allen Helfern. Auch Jina erkannte ihre Halterin sofort und freute sich tierisch.“

In der Flüchtlingsunterkunft, in der Shohren Kheirnesaie derzeit lebt, sind allerdings keine Hunde gestattet. Deswegen suchen die Helfer vor Ort nun nach einer geeigneten Wohnung für sie, ihren Verlobten und die kleine Jina. Dabei hilft sicher, dass der österreichische Fernsehsender ORF die Zusammenführung begleitet hat und in den nächsten Tagen einen Beitrag ausstrahlen wird. Der Sendetermin wird – sobald bekannt – auf der TASSO-Facebook-Seite veröffentlicht.

Ohne alle beteiligten Unterstützer hätten neun Hunde wohl ihr Leben in Slowenien lassen müssen. Acht von ihnen hat TASSO bereits wieder mit ihren Haltern zusammengebracht. Ein Hund wartet noch darauf, ausreisen zu dürfen. Aber auch für ihn wird es bald so weit sein. Petra Zipp weiß: „Ohne die vielen Tierschützer, die zahlreichen Menschen, die sich in den Flüchtlingsunterkünften engagieren und die großzügigen Spender, wären diese Erfolgsgeschichten nicht möglich gewesen. Alle Halter und Tiere sind überglücklich, wieder zusammen zu sein.“

Bilder vom glücklichen Wiedersehen finden Sie
hier.


Tier und Mensch wieder zusammenbringen: Das ist unsere Aufgabe und Mission seit über 30 Jahren. Mit Ihrer Spende auf www.tasso.net/spende helfen auch Sie Tieren in Not. Vielen Dank im Namen der Tiere!

 

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TASSO-Newsletter vom 02.09.2016

 

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Zwischen Vorsicht und Vertrauen: Der richtige Umgang mit einem ängstlichen Hund

 

Es ist schnell passiert, der Hund erschreckt sich, reißt sich von der Leine los, verschwindet im Wald oder taucht mitten in der Stadt im dichten Verkehrsgetümmel unter. Wir bei TASSO haben täglich mit solchen Fällen zu tun. Wenn ein Hund in Panik gerät, kann das gefährlich werden. Für ihn, aber auch für Menschen. Weglaufen ist nur eine mögliche Reaktion auf Angst. Einige Tiere frieren ein, sind unfähig sich zu bewegen und reagieren nicht auf Ansprache. Und wieder andere schnappen in ihrer Verzweiflung zu – Sogenannte Angsthunde sind für ihre Besitzer eine große Herausforderung.

Doch nicht jeder unsichere Hund ist auch gleich ein Angsthund“, klärt Alexandra Grunow vom K-9 Suchhundezentrum auf. Gerade Hunde, die aus dem Tierschutz adoptiert werden, seien in der Anfangszeit häufig unsicher. Aber sie müssen nicht zu Angsthunden werden. Die Stellschrauben für das weitere Leben können in  der Anfangszeit gerichtet werden. Dabei ist es wichtig, dem Hund viel Zeit zu geben, damit er Vertrauen fassen kann. „Bedrängen Sie Ihr Tier nicht, und erwarten Sie nicht zu viel von ihm“, rät Alexandra Grunow. „Und nehmen Sie es nicht persönlich, wenn der Hund auch Ihnen gegenüber anfangs vorsichtig ist. Denken Sie nicht, dass er Sie nicht mag.“ Diese Zeit kann auch mal einige Wochen oder sogar einige Monate in Anspruch nehmen. Das hängt natürlich individuell vom Tier und seinem Halter ab.

Die Sicherheit geht immer vor

Besonders in dieser Zeit ist es wichtig, verstärkt für die Sicherheit des Tieres zu sorgen. Der Halter sollte seinem Hund das Gefühl vermitteln, dass ihm nichts passieren kann, wenn er bei ihm ist. Dazu gehört es auch, dafür zu sorgen, dass er beim Gassi gehen nicht entwischen kann. „Viele Halter glauben schon nach kurzer Zeit, dass sie ihr Tier kennen und immer wissen, wie es reagiert. Das ist aber häufig nicht so, schließlich gibt unzählige Situationen, in die Hund und Halter geraten können“, weiß Alexandra Grunow, die in ihrem Job fast täglich nach Hunden suchen muss, die vor Schreck weggelaufen sind.

Daher empfiehlt die Expertin besonders sicheres Equipment für die Anfangszeit mit einem neuen tierischen Mitbewohner. Dazu gehören ein Sicherheitsgeschirr mit zwei Bauchguten und/oder ein sogenanntes Zugstopp-Halsband. Wichtig ist, dass dieses Halsband nicht zu dick ist, denn sonst ist es möglich, dass der Hund sich befreien kann. „Er darf auf keinen Fall jemals das zweifelhafte ‚Erfolgserlebnis‘ haben, aus dem Halsband oder aus dem Geschirr zu entkommen. Das wird er sonst immer wieder versuchen, und dann bietet ihm das Halsband auch nicht mehr das Gefühl, sicher zu sein“, erklärt Alexandra Grunow die Hintergründe dieser doppelten Sicherung. Auch die Leine selbst sollte noch einmal zusätzlich eingehängt werden. Am besten in einem Karabiner an einem Jogginggurt oder in einer weiteren Umhängeleine. Auch Schleppleinen sollten unbedingt noch extra gesichert werden.

Zuhause empfiehlt Alexandra Grunow eine Sicherheitsschleuse zwischen Haustür und Wohnung, so dass der Hund auch hier nicht zufällig ausreißen kann. Denn das kann schnell ein schlimmes Ende nehmen, weiß die Expertin aus zahlreichen traurigen Einsätzen.

Wenn die Halter merken, dass ihr Tier über die anfängliche Vorsichtig hinaus besonders unsicher ist, rät Alexandra Grunow, einen Experten hinzuziehen. „Es reicht manchmal auch eine Stunde mit einem Hundetrainer. Der kann einem dann aber sagen, wie man am besten mit dem Tier trainieren kann“, erklärt sie. Denn Training muss in so einem Fall sein. Und das kann sich auch lohnen. „Wenn ein ängstlicher Hund eines Tages seinen Kopf in die eigene Hand legt und Zuneigung zeigt, ist das wirklich ein Wahnsinnsgefühl“, versichert Alexandra Grunow. Und mit genug Zeit und dem richtigen Training steht dann einer gemeinsamen glücklichen Zeit nichts im Wege.

TASSO rät: Nehmen Sie sich Zeit für Ihr unsicheres Tier, und sorgen Sie stets für seine Sicherheit. Verlangen Sie nicht zu viel von Ihrem Hund, und werden Sie nicht ungeduldig. Fragen Sie einen Experten um Rat, wenn Sie Hilfe brauchen.

 

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AUCH SENIOREN SIND TOLLE TIERHALTER...

Newsletter von TASSO vom 28.8.2016

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TASSO-Newsletter

 

 

Mut zur Verantwortung – Senioren sind tolle Tierhalter

 

Plötzlich war da diese Leere. Dieses Gefühl, nicht mehr gebraucht zu werden. Viele Rentner berichten, dass sie nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben erst einmal in ein tiefes Loch gefallen sind.  Überflüssig zu sein, ist eine Sorge, die viele ältere Menschen umtreibt. Natürlich ist das nicht so. Rentner sind wichtig für die Gesellschaft, sie engagieren sich im Ehrenamt, kümmern sich um ihre Familien und haben häufig zahlreiche Hobbies. Und dennoch fehlt einigen etwas. Sie wünschen sich einen Begleiter an ihrer Seite und möchten für jemanden sorgen. Wer Tiere liebt und spürt, dass er noch viel zu geben hat, sollte vielleicht darüber nachdenken, ein Haustier zu adoptieren. Rentner können hervorragende Tierhalter sein. Sie haben meist mehr Zeit als Menschen, die voll im Berufsleben stehen, sind häufig noch sehr fit und haben jede Menge Liebe zu geben.

Gesundheit, Fitness und persönliche Vorlieben

Wichtig bei der Entscheidung, ob und welches Tier einziehen soll, sind allerdings nicht nur persönliche Wünsche und Vorlieben, sondern auch Ehrlichkeit, sich selbst gegenüber. Einige Fragen sollte sich jeder – grundsätzlich auch Jüngere – vor der Entscheidung für ein Tier stellen: Bin ich (noch) fit genug? Habe ich Zeit und Lust, immer an der Seite meines Tieres zu sein oder möchte ich lieber die Welt bereisen? Was passiert, wenn ich krank werde? Habe ich genug Geld? Wer unsicher ist, lässt sich am besten in einem Tierheim vor Ort beraten. Die Experten dort wissen genau, worauf es bei der Adoption eines Vierbeiners ankommt.

Ein Hund braucht zum Beispiel Auslauf und Auslastung. Bestimmte Rassen müssen besonders beschäftigt werden, einige Tiere sind anspruchsvoller als andere. Menschen, die nicht mehr so fit sind, könnten einem Welpen vielleicht nicht mehr gerecht werden. Sie können sich im Tierschutz aber sehr gut nach erwachsenen Hunden umsehen, die zu ihrer Lebenssituation passen. Zum Beispiel auf shelta, dem Online-Tierheim von TASSO unter
www.shelta.net werden viele Tiere jeglichen Alters vorgestellt. Dort warten neben Welpen, Junghunden und ausgewachsenen Tieren auch vierbeinige Senioren, die sich für ihren Lebensabend noch ein liebevolles Zuhause wünschen.

Von der Adoption eines Hundes profitieren aber keineswegs nur die Tiere – im Gegenteil: Der Hund ist ein Grund, sich auch an nicht so guten Tagen aufzuraffen und rauszugehen. Spaziergehen hält nicht nur fit, sondern steigert auch das Wohlbefinden. Und Hunde fördern die Sozialkontakte, weil Hundehalter sich gerne unterwegs austauschen.

Auch Katzen sind tolle Begleiter

Wer nicht Gassi gehen möchte oder einfach nicht der größte Hundefreund ist, könnte seine Wohnung und sein Herz auch einer Katze öffnen. Wohnungskatzen müssen allerdings ebenfalls ausgelastet werden, damit das Leben in der Wohnung nicht einsam oder langweilig wird. Außerdem sollten sie im Idealfall nicht alleine gehalten werden. Und auch Freigängerkatzen machen Arbeit. Auch sie brauchen Streicheleinheiten und müssen gefüttert werden. Ebenso steht das tägliche Reinigen der Katzentoilette auf dem Programm. Auch Katzen verlangen also noch einiges von ihrem Halter. Weiterhin können sie deutlich älter werden als ein Hund.

In jedem Fall ist es wichtig,  zu klären, wer sich um das Tier kümmert, wenn man selbst einmal nicht kümmern kann. Sei es aufgrund eines Unfalles, eines Krankheit oder einfach, weil die körperliche Fitness plötzlich rapide nachlässt.

Anpacken im Tierheim

Wer sich gerne mit Tieren umgeben möchte, sich die Haltung eines eigenen Vierbeiners aber nicht mehr zutraut, kann sich auch bei einem Tierheim in seiner Nähe melden. Dort werden immer Menschen gesucht, die die Hunde ausführen, Katzen streicheln, Kleintiere versorgen oder bei einer der anderen unzähligen Aufgaben helfen. Bestimmt freut man sich dort sehr über Hilfsangebote.

Tiere sind tolle Begleiter – sowohl für junge Menschen als auch für ältere. Egal ob frischer Neu-Ruheständler oder gemächlicher Senior, das richtige Tier wartet bestimmt irgendwo auf Sie! Lassen Sie sich doch im Tierheim in Ihrer Nähe beraten.

 

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TASSO-Newsletter vom  22.7.2016

 

 

Was tun, wenn ein Vierbeiner in Gefahr ist – Aktion „Hund im Backofen“ von TASSO e.V.

 

Es ist ein Thema, das uns leider jeden Sommer aufs Neue begleitet, denn noch immer lassen viele Hundehalter ihre Tiere an warmen Tagen im Auto zurück. In diesem Jahr sind deutschlandweit deshalb schon mehrere Hunde im Auto einen grausamen Tod gestorben. Erst am vergangenen Sonntag mussten in Bensersiel an der Nordseeküste zwei Hunde aus völlig überhitzten schwarzen Autos gerettet werden. Unsere TASSO-Experten geben Tipps, wie Tierfreunde im Ernstfall helfen können.

Zum Hintergrund: Schon ab Temperaturen von 20 Grad Celsius kann ein Auto zur tödlichen Gefahr für einen Hund werden. Das Fahrzeuginnere heizt sich binnen weniger Minuten auf extreme Temperaturen auf. Der Hund versucht, sich durch Hecheln Kühlung zu verschaffen, dabei verbraucht er allerdings sehr viel Wasser. Wenn er dieses Wasser nicht wieder aufnehmen kann, besteht die Gefahr eines Hitzschlages, an dem ein Hund sterben kann. Im Schatten parken, die Fenster etwas herunter zu lassen oder ein Schälchen Wasser ins Auto zu stellen reicht nicht aus, um die Sicherheit des Tieres zu gewährleisten. Auch „nur mal kurz etwas im Supermarkt zu besorgen“ kann für das Tier schon tödlich enden.

Es gibt einige Anzeichen dafür, dass ein Hund einen Hitzschlag hat. Dazu gehören Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge, Taumeln und eindeutige Erschöpfung. Ein Tier, das Symptome eines Hitzschlages zeigt, muss so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden. „Feuerwehr oder Polizei dürfen in solchen Situationen in jedem Fall eingreifen“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO e.V. „Aber auch verantwortungsbewusste Mitmenschen sollten sich für das Leben des Tieres einsetzen.

Was ist zu tun?

  • Steht das Auto auf einem Supermarktparkplatz o.ä., lassen Sie den Halter ausrufen.
  • Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr.
  • Notieren Sie sich alle wichtigen Daten: Datum, Ort, Uhrzeit, Automarke, Farbe und Kennzeichen. 
  • Dokumentieren Sie den Vorfall mit Fotos.
  • Suchen Sie Zeugen, die die Geschehnisse bestätigen können, und notieren Sie sich deren Telefonnummer und Anschrift.
  • Erstatten Sie zur Sicherheit Strafanzeige wegen Tierquälerei.

Nur wenn die Situation für den Hund lebensbedrohlich ist und so eilig ist, dass Sie nicht länger auf Polizei oder Feuerwehr warten können, dürfen Sie den Hund selbst befreien. Dabei gilt es jedoch, äußerste Vorsicht walten zu lassen. Denn: „Um das Tier zu befreien, müssen Sie fremdes Eigentum beschädigen“ gibt die für TASSO tätige Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries zu bedenken. Um so wenig Schaden wie möglich zu verursachen, sollte daher das Seitenfenster eingeschlagen werden.  Bei so einer Rettung müssen Sie aber leider damit rechnen,  dass der Fahrzeughalter Strafanzeige gegen Sie wegen Sachbeschädigung erstatten wird. „In diesem Fall können sich Betroffene auf den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB berufen“, erklärt Ann-Kathrin Fries. Umso wichtiger ist es, Zeugen für den Vorfall zu haben und die Polizei zu verständigen.

Wenn das Tier befreit wurde

Wenn das Tier schließlich befreit wurde, sollte es entsprechend versorgt werden. Die für TASSO tätigte Tierärztin Dr. Anette Fach rät: „Bringen Sie das Tier in den Schatten, und kühlen Sie es vorsichtig für mindestens 30 Minuten ab. Beginnen Sie mit nasskalten Umschlägen, und arbeiten Sie sich von den Pfoten über die Beine, das Hinterteil und den Rücken bis zum Nacken hoch. Das Wichtigste ist eine langsame Abkühlung. Keinesfalls darf der Hund mit eiskaltem Wasser übergossen werden. Danach müssen Sie das Tier zeitnah in einem gekühlten Auto zum Tierarzt bringen. Eine weitere Hitzebelastung sollte unbedingt vermieden werden. In der Tierarztpraxis sollte man sich sicherheitshalber anmelden, damit auch ein Tierarzt einsatzbereit ist. Die Behandlung beim Arzt besteht aus Infusionen, Medikamenten und eventuell auch Sauerstoffzufuhr.

Kostenloses Informationsmaterial finden Sie unter
www.tasso.net/hund-im-backofen

 

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TASSO-Newsletter vom 8.7.2016

 

animal public  26. April 2015

 

Liebe Tierfreundin,
Lieber Tierfreund,

in dieser Woche hat ein Gericht in New York erstmals zwei Schimpansen das Recht auf persönliche Freiheit zugesprochen und sie damit als rechtliche Personen anerkannt. Ob die Tiere, die bislang in einem Forschungslabor gehalten werden, tatsächlich freikommen, wird das Gericht im Mai entscheiden.
Doch schon jetzt ist, mit der Anerkennung der Schimpansen als rechtliche Personen, eine Tür geöffnet worden, die nie wieder geschlossen werden kann.

Die Frage, ob wir kognitiv hoch entwickelte Tiere ihrer Freiheit berauben dürfen, wird auch in Deutschland immer heftiger diskutiert. Erst in dieser Woche fand im Düsseldorfer Landtag eine Zookonferenz der GRÜNEN statt, zu der auch animal public eingeladen war. In seinem Grußwort erklärte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel, dass er die Haltung bestimmter Tierarten in Zoos ablehne.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion wurde wieder einmal deutlich, dass die Zoodirektoren der zunehmenden Kritik an der Zurschaustellung gefangener Wildtiere nichts als, zunehmend aggressiver vorgetragene, Plattitüden entgegenzusetzen haben. Auch ihnen scheint langsam bewusst zu werden, dass das sich wandelnde Tierschutzverständnis für die Zootierhaltung weitreichende Konsequenzen haben wird. 

Wir werden in den nächsten Monaten mit zahlreichen Aktionen und Veröffentlichungen auf das Leiden von Menschenaffen, Elefanten und Delfinen in Gefangenschaft aufmerksam machen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns dabei unterstützen.

„Nichts auf der Welt kann eine Idee aufhalten, deren Zeit gekommen ist!“ - Victor Hugo
                                                       
Herzlichen Dank für Ihr Mitgefühl und Ihre Unterstützung!

 Ihre

 

  Laura Zodrow
  Vorstand animal public e.V.

 

 

 



 

 

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Nicht  mehr zu begreifen...

darum ist Tierschutz so wichtig! !

Hunde konnten nicht stehen und nicht sehen - ausgesetzt entdeckt - Hundemutter und ihre acht ........

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